Herrmans richtet Klimastrategie neu aus und setzt auf messbare Emissionsreduktion

Herrmans hat seinen Nachhaltigkeits-Bericht 2025 veröffentlicht und seine Klimastrategie angepasst. Der finnische Fahrradkomponentenhersteller will seine absoluten Treibhausgasemissionen bis 2035 gegenüber 2020 halbieren.
Herrmans ersetzt sein bisheriges Ziel der Klimaneutralität durch messbare Reduktionsvorgaben. Nach Angaben des Unternehmens berücksichtigt die Neuausrichtung veränderte Berichtsanforderungen sowie eine verbesserte Datengrundlage zu den Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Bis 2030 ist zunächst eine Verringerung um 33 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2020 vorgesehen. Neben den absoluten Emissionen soll auch die CO2-Intensität erfasst werden, um Veränderungen im Verhältnis zu Umsatz, Produktionsmenge und Materialeinsatz bewerten zu können.
Das Ziel umfasst die Scopes 1 bis 3. Scope 1 bezeichnet direkte Emissionen aus eigenen Anlagen und Fahrzeugen. Scope 2 erfasst indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie wie Strom und Wärme. Scope 3 umfasst weitere indirekte Emissionen, etwa aus Rohstoffen, Zulieferketten, Transporten, Geschäftsreisen oder dem Arbeitsweg der Beschäftigten.
Für 2025 weist Herrmans einen CO2-Fußabdruck von rund 5.703 Tonnen CO2-Äquivalenten aus. 2024 waren es rund 4.816 Tonnen. Das Unternehmen führt den Anstieg unter anderem auf eine Erholung der Geschäftstätigkeit und höhere Materialeinkäufe zurück. Gegenüber 2020 seien die absoluten Emissionen dennoch um 29 Prozent gesunken.
Der Bericht nennt zudem Maßnahmen zur Wiederverwendung von Produktionsresten, zu biobasierten und recycelten Materialien sowie zu materialärmeren Felgenbändern. Im Bereich ESG (Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung) führte Herrmans 2025 den freiwilligen VSME-Berichtsstandard ein und trat der Lieferkettenplattform Sedex bei. Ergänzend investiert das Unternehmen in Prozessautomatisierung, digitale Werkzeuge und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Beschäftigten.