Hinterher wird Mitglied im Deutschen Werkbund

Der Münchner Fahrradanhängerhersteller Hinterher ist in den Deutschen Werkbund aufgenommen worden. Die Mitgliedschaft würdigt den funktionalen Gestaltungsansatz und das auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Ressourcenschonung ausgerichtete Produktverständnis des Unternehmens.
Die Hinterher GmbH gehört seit Juni 2026 dem Deutschen Werkbund an. Mit der Aufnahme erkennt die Institution nach Angaben des Unternehmens dessen gestalterische Qualität, die konsequente Ausrichtung auf Funktionalität sowie den nachhaltigen Produktionsansatz an. Hinterher entwickelt und produziert Fahrradanhänger und legt dabei besonderen Wert auf langlebige, reparierbare und einfach nutzbare Konstruktionen.
"Nach unserem Kenntnisstand ist Hinterher seit der Gründung des Werkbundes vor über 120 Jahren das erste Unternehmen aus der Fahrradbranche, das aufgenommen wird", sagt Gründer und Inhaber Peter Hornung-Sohner. "Für mich als Architekt und Produktdesigner ist das eine ganz besondere Auszeichnung."
Der Deutsche Werkbund zählt zu den prägenden Institutionen der deutschen Gestaltungskultur und steht in enger historischer Verbindung zum Bauhaus. Seit seiner Gründung setzt er sich für die Verbindung von Gestaltung, handwerklicher Qualität und gesellschaftlicher Verantwortung ein. Über eine Mitgliedschaft entscheidet der Werkbund nach Prüfung verschiedener Kriterien, darunter Gestaltungsqualität, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Reparierbarkeit.
Hornung-Sohner sieht in der Aufnahme eine Bestätigung des eigenen Entwicklungsansatzes. "Viele der Ideen, die meine Arbeit seit Jahrzehnten prägen, finden sich auch im Werkbund wieder", sagt er. Dazu gehörten die Konzentration auf das Wesentliche, der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen sowie der Anspruch, langlebige, reparierbare und einfach nutzbare Produkte zu entwickeln.
Mit der Mitgliedschaft will Hornung-Sohner seine Erfahrungen insbesondere in den Bereichen Circular Design, Reparierbarkeit und nachhaltige Produktentwicklung in die Arbeit des Werkbundes einbringen. Hinterher positioniert sich dabei an der Schnittstelle von urbaner Mobilität und ressourcenschonender Produktentwicklung.