Bundeskartellamt gibt Übernahme von Accell durch Dutech frei

Die Dutech-Gruppe darf den niederländischen Fahrradhersteller Accell übernehmen. Das Bundeskartellamt sieht durch den Zusammenschluss keine wettbewerblichen Bedenken – weder im Gesamtmarkt noch in einzelnen Fahrradsegmenten.
Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme der niederländischen Accell-Gruppe durch die Dutech-Gruppe aus Singapur freigegeben. Nach Prüfung des Vorhabens kommt die Behörde zu dem Ergebnis, dass der Zusammenschluss im Fahrradmarkt keine wettbewerblichen Bedenken auslöst.
Dutech und Accell sind beide in der Herstellung und im Vertrieb von klassischen Fahrrädern und E-Bikes aktiv. Zudem vertreiben beide Unternehmen Ersatzteile und Fahrradzubehör. Zur Dutech-Gruppe gehören unter anderem die Marken Prophete, Kreidler, VSF Fahrradmanufaktur, Rex und E-bike Manufaktur. Accell ist in Deutschland mit Marken wie Haibike, Ghost, Winora, Bavatus, Sparta, Koga, Lapierre und Raleigh vertreten. Auch die Lastenradmarken Babboe und Carqon gehören zum Portfolio.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, erklärte: „Der Zusammenschluss von Dutech und Accell löst keine wettbewerblichen Bedenken aus. Das gilt unabhängig davon, ob man einen Gesamtmarkt für alle Fahrräder betrachtet oder diesen in einzelne Segmente wie Fahrräder mit und ohne Elektromotor aufteilt. Den beiden Unternehmen steht in jedem Fall auch nach dem Zusammenschluss eine ausreichende Anzahl wichtiger Wettbewerber gegenüber.“
Der Fahrradmarkt ist nach Einschätzung der Behörde sowohl in Deutschland als auch europa- und weltweit von einer Vielzahl an Herstellern geprägt. Zu den relevanten Wettbewerbern von Dutech und Accell zählen unter anderem Trek aus den USA mit Marken wie Trek, Diamant und Electra, die niederländische Pon-Gruppe mit Gazelle, Kalkhoff, Focus, Cannondale und Urban Arrow sowie der deutsche Hersteller Cube.
Mit der Freigabe ist eine zentrale kartellrechtliche Voraussetzung für den Eigentümerwechsel erfüllt. Für den deutschen Fahrradmarkt bedeutet die Transaktion eine weitere Konsolidierung unter größeren Marken- und Herstellergruppen, während die Marktstruktur aus Sicht der Wettbewerbsbehörde weiterhin ausreichend breit aufgestellt bleibt.