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Continental plant eigenen Windpark für Reifenwerk Korbach

Foto: Continental

Continental will sein Reifenwerk in Korbach künftig stärker mit selbst erzeugtem Strom versorgen. Ein geplanter Windpark im nahe gelegenen Twistetal soll zusammen mit bestehenden Photovoltaikanlagen rund zwei Drittel des Strombedarfs decken.

Der Reifenhersteller hat den Bau seines ersten unternehmenseigenen Windparks beschlossen. Die drei Anlagen sollen im nahe gelegenen Twistetal entstehen und gemeinsam mit bestehenden Photovoltaikanlagen rund zwei Drittel des Strombedarfs des hessischen Reifenwerks liefern.

Für das Projekt plant Continental eine Investition im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die behördlichen Genehmigungen liegen nach Unternehmensangaben bereits vor. Der Baubeginn ist für 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme etwa anderthalb Jahre später. Die Windenergieanlagen sollen jährlich rund 55 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht rechnerisch dem Jahresbedarf von etwa 15.000 Haushalten bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden.

"Mit eigenen Windrädern in der Nähe des Werks gewinnen wir Planungssicherheit bei den Energiekosten und machen uns unabhängiger von schwankenden Energiemärkten", sagt Dr. Bernhard Trilken, Leiter Produktion und Logistik des Reifenbereichs von Continental. Das Vorhaben passe zur Strategie, die eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszubauen.

Der erzeugte Strom soll direkt in der Reifenproduktion eingesetzt werden, unter anderem bei Mischern und Extrudern. In Korbach produziert Continental Pkw-, Motorrad-, Fahrrad- und Industriereifen; der Standort beschäftigt rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die geplanten Windräder des Typs Nordex N175/6.X haben eine Nabenhöhe von 179 Metern und einen Rotordurchmesser von 175 Metern.

Continental versteht Korbach als Pilotprojekt für weitere Standorte. Weltweit prüft das Unternehmen nach eigenen Angaben vergleichbare Vorhaben unter Berücksichtigung lokaler Wind- und Sonnenverhältnisse, regulatorischer Vorgaben, Speicheroptionen und wirtschaftlicher Faktoren.

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