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Mountainbike-Kongress betont Bedeutung von Bike-Kultur und Kooperation

Foto: Norman Bielig

Der 9. Deutschen Mountainbike-Kongress fand vor kurzer Zeit in Aalen statt. Im Mittelpunkt standen Ehrenamt, Kooperation und die Frage, wie Regionen eine tragfähige Bike-Kultur entwickeln.

Beim 9. Deutschen Mountainbike-Kongress in Aalen haben rund 150 Fachleute aus Tourismus, Kommunalpolitik, Forst, Verbänden und Bike-Industrie über die Grundlagen eines tragfähigen Bike-Tourismus beraten. Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass Infrastruktur allein nicht ausreicht: Entscheidend seien Ehrenamt, klare Zuständigkeiten, kooperative Prozesse und eine lokal verankerte Bike-Kultur.

Das zweieinhalbtägige Treffen unter dem Motto "Neue Horizonte" begann mit einer Fachexkursion auf die Trails im Osten Aalens. Die gemeinsame Ausfahrt mit der lokalen Bike-Community sollte zeigen, wie Zusammenarbeit zwischen Szene, Forst und Kommunalpolitik praktisch funktionieren kann. In den Diskussionen wurde deutlich, dass erfolgreiche Angebote dort entstehen, wo Beteiligte früh eingebunden werden und Verantwortung gemeinsam tragen.

Tilman Sobek, Gründer des Mountainbike Forum Deutschland, sagt: "Wir brauchen gute Infrastruktur – und ebenso eine starke Bike-Kultur, verlässliche Qualität, klare Verantwortlichkeiten und Kooperation auf Augenhöhe." Der internationale Blick auf die Schweiz und Österreich zeigte zudem, dass strategische Bike-Entwicklung klare Qualitätsstandards, ressortübergreifende Koordination und eine Orientierung am Gesamterlebnis erfordert.

Weitere Programmpunkte befassten sich mit Radfahren als Kulturgut, kooperativer Trail-Entwicklung im Forst sowie Verkehrssicherungspflichten bei MTB-Trails. Ein sichtbares Zeichen für die Rolle der Community setzten die erstmals vergebenen Bike Spirit Awards, bei denen Projekte aus den Bereichen Trailbau, Vielfalt und Bike-Erlebnis ausgezeichnet wurden. Der 10. Deutsche Mountainbike-Kongress ist für 2028 geplant; Ort und Termin stehen noch nicht fest.

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