Akzeptanz von Refurbished E-Bikes steigt

Eine Studie von Appinio im Auftrag von Rebike untersuchte das Mobilitätsverhalten sowie die Kaufbereitschaft und die Motivationen für den Erwerb von Refurbished-E-Bikes. Die Ergebnisse offenbaren klare Präferenzen und Chancen für den Fachhandel.
Gebrauchte E-Bikes gewinnen an Akzeptanz: 93 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher zeigen grundsätzliches Interesse, mehr als die Hälfte bevorzugt den Kauf bei professionellen Anbietern mit Qualitätsprüfung.
Die repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Appinio zeigt, dass die Kaufbereitschaft für professionell aufbereitete E-Bikes mittlerweile 61,8 Prozent erreicht hat. Damit bewegt sich der Markt auf einem Niveau, das bislang vor allem bei Smartphones und anderen etablierten Refurbished-Produkten beobachtet wurde.
Die Studie identifiziert vier Faktoren, die das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in gebrauchte E-Bikes maßgeblich beeinflussen: einen individuellen Prüf- und Aufbereitungsbericht (49,1 Prozent), unabhängige Testurteile (40,9 Prozent), die Bekanntheit der Fahrradmarke (30,5 Prozent) sowie des Motorherstellers (28,1 Prozent).

Studienhintergrund
Die Untersuchung wurde zwischen dem 1. und 7. April 2026 von Appinio im Auftrag von Rebike Mobility durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren, nach Alter und Geschlecht repräsentativ quotiert. Ziel der Studie war es, das Mobilitätsverhalten sowie die Kaufbereitschaft und die Motivationen für den Erwerb von Refurbished-E-Bikes zu erfassen.
Ein Schwerpunkt lag auf vertrauensbildenden Merkmalen, darunter Prüfberichte, Garantieangebote und die Transparenz der Aufbereitungshistorie. Die Methodik ermöglicht belastbare Aussagen über Präferenzen und Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher beim Gebrauchtkauf von E-Bikes.
Professionelle Anbieter als bevorzugter Kanal
53,4 Prozent der Befragten würden ein gebrauchtes E-Bike bevorzugt bei einem professionellen Refurbisher kaufen. Der stationäre Fachhandel liegt mit 28,1 Prozent auf Platz zwei, der Privatkauf folgt mit 11,8 Prozent deutlich dahinter. Damit wird deutlich, dass Verbraucherinnen und Verbraucher beim Gebrauchtkauf zunehmend dieselben Standards wie beim Neukauf erwarten, etwa standardisierte Prüfprozesse, Garantien und eine transparente Dokumentation der Aufbereitung.

Kooperationsmöglichkeiten zwischen Handel und Refurbisher
Ein wachsender Teil der gebrauchten E-Bikes stammt aus Leasing-Rückläufern. Für den Fachhandel ergeben sich hier Kooperationsmöglichkeiten, etwa über Trade-In-Modelle. Ein Beispiel dafür wäre das B2B-Portal von Rebike. Händlerinnen und Händler können gebrauchte Bikes beim Neukauf in Zahlung nehmen, während Rebike die Bewertung, Abholung und Wiederaufbereitung übernimmt.
Thomas Bernik, CEO und Mitgründer von Rebike Mobility, erläutert: "Gebraucht ist beim E-Bike kein Kompromiss mehr, sondern eine bewusste Kaufentscheidung – sofern Qualität und Herkunft transparent sind. Verbraucherinnen und Vebraucher erwarten heute selbstverständlich Prüfberichte, Garantien und nachvollziehbare Aufbereitung. Diesen Anspruch können Refurbisher und Fachhandel gemeinsam besser bedienen als jeder für sich."