
Verbände setzen sich für verbesserte Regulierung schwerer Lastenräder ein

Im Vorfeld der Internationalen Spezialradmesse Spezi in Freiburg haben der ZIV - Die Fahrradindustrie, Zukunft Fahrrad und der Radlogistikverband Deutschland (RLVD) einen gemeinsamen Vorschlag zur Verbesserung der europäischen Regulierung von schweren E-Lastenrädern präsentiert.
Weitere Details lest ihr in der heutigen SAZbike-Topnews.

Fahrrad-Monitor 2025: Fahrradnutzung wächst, Sicherheitsgefühl sinkt

Am 23. April 2026 veröffentlichte das Bundesverkehrsministerium den „Fahrrad-Monitor 2025“, eine Studie zur Fahrradnutzung in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass das Fahrrad und Pedelec zunehmend eine zentrale Rolle in der Alltagsmobilität spielen.
Der Anteil der täglichen Nutzerinnen und Nutzer stieg von 38 auf 39 Prozent. Besonders häufig wird das Fahrrad für Einkäufe, Erledigungen und Besuche genutzt. Zudem verwenden 22 Prozent der berufstätigen Radfahrerinnen und Radfahrer das Fahrrad nahezu täglich für den Arbeitsweg, bei Auszubildenden sind es sogar 33 Prozent.
Trotz dieses Anstiegs nimmt das Sicherheitsgefühl beim Radfahren ab. Nur noch 60 Prozent der Befragten fühlen sich sicher auf den Straßen, ein Rückgang von drei Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung. Besonders Frauen und ältere Menschen empfinden das Radfahren im Straßenverkehr als unsicher. Laut der Studie sind vor allem rücksichtslose Autofahrer (60 Prozent), zu viel Verkehr (48 Prozent) und zu hohe Geschwindigkeiten (47 Prozent) Ursachen für das gestiegene Unsicherheitsgefühl.
Auch kindgerechte Radwege sind von großer Bedeutung. Die Umfrage zeigt, dass fast neun von zehn Kindern gerne Fahrrad fahren, aber sicherere und gut ausgebaute Wege notwendig sind. Zu viel Verkehr, fehlende Radwege und Unsicherheiten gegenüber motorisiertem Verkehr stellen die größten Hindernisse dar.
Dr. Caroline Lodemann, Bundesgeschäftsführerin des ADFC, fordert angesichts dieser Entwicklung den beschleunigten Ausbau eigenständiger Radwege. „Deutschland ist kein sicheres Fahrradland, weder subjektiv noch objektiv“, erklärte Lodemann. Sie betont die Notwendigkeit eines bundesweiten Plans für den Ausbau von Radwegen und eine sichere Infrastruktur für Radfahrende. Der ADFC fordert unter anderem den schnellen Ausbau von Radwegen, eine landesweite Einführung von Tempo 30 innerorts und den Umbau gefährlicher Kreuzungen.
Darüber hinaus wird die Förderung des sicheren Fahrradparkens an Bahnhöfen sowie eine bessere Finanzierung des Radwegebauprojekts durch den Bund verlangt. Der ADFC fordert zudem eine deutschlandweite Kampagne zur Sensibilisierung für einen sicheren Mindestüberholabstand und gegen das Falschparken auf Radwegen.

Canyon integriert Jobrad-Partner-API

Canyon und Jobrad haben ihre technische Zusammenarbeit ausgebaut: Die Jobrad-Partner-API ist beim Fahrradhersteller seit vergangener Woche im Live-Betrieb. Ziel ist eine durchgängig digitale Abwicklung von Leasing-Bestellungen ohne manuelle Zwischenschritte.
Wählt eine Kundin oder ein Kunde im Checkout Jobrad als Zahlungs- und Leasing-Option, wird automatisch ein Angebot erstellt und in Echtzeit in das Jobrad-Portal übertragen. Dort kann es unmittelbar bestätigt werden. Die bislang notwendige manuelle Übertragung von Bestelldaten entfällt. Nach Angaben der Partner reduziert dies Abbrüche im Bezahlprozess und erhöht die Abschlussquote.
„Die Anbindung bei Canyon ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie technische Automatisierung direkte Mehrwerte schafft, die Customer Experience verbessert und Abschlussraten steigen lässt“, meint Andreas Hennemann, Bereichsleiter Partnermanagement bei Jobrad, zusammen.
Die API, die im Dezember 2025 eingeführt wurde, synchronisiert Angebots- und Kundendaten zwischen den Systemen. Informationen müssen nur einmal erfasst werden und Statusänderungen werden fortlaufend aktualisiert. Das soll doppelte Arbeitsschritte verringern, den Nachbearbeitungsaufwand senken und Supportanfragen reduzieren. Händlerinnen und Händler erhalten zugleich aktuelle Statusinformationen, was die Transparenz im Prozess erhöht und die Abwicklung beschleunigt.


Spezialradmesse Spezi startet in Freiburg

Die internationale Spezialradmesse Spezi beginnt am morgigen Samstag erstmals in Freiburg im Breisgau. Am 25. und 26. April 2026 präsentieren rund 130 Aussteller aus 15 Nationen ihre Produkte und Entwicklungen rund um alternative Fahrradkonzepte und Spezialräder.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen praxisnahe Einblicke und umfangreiche Testmöglichkeiten: Mehr als 300 Testräder können auf einem etwa einen Kilometer langen Parcours erprobt werden. Gezeigt wird ein breites Spektrum – von Lastenrädern, Tandems und Falträdern über Liege- und Dreiräder bis hin zu Velomobilen, Reha- und Seniorenrädern sowie Zubehörlösungen.
Die Messe, die seit 1996 besteht und erstmals in Freiburg ausgerichtet wird, richtet sich sowohl an Fachpublikum als auch an Endverbraucherinnen und Endverbraucher. Erwartet werden bis zu 10.000 Besucherinnen und Besucher in den beiden Messehallen mit insgesamt rund 8.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm mit Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und einem Innovationslabor. Auch ein Kinderparcours ist vorgesehen. Die Veranstalter betonen zudem barrierearme Zugänge und Angebote für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Die Messe ist an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Das Ticket gilt zugleich als Kombiticket für den öffentlichen Nahverkehr im Regio-Verkehrsverbund Freiburg sowie für das lokale Bike-Sharing-Angebot.

Ifo Geschäftsklimaindex im April 2026 gesunken

Der Ifo Geschäftsklimaindex ist im April 2026 auf 84,4 Punkte gesunken, nach 86,3 Punkten im März. Dies stellt den niedrigsten Wert seit Mai 2020 dar. Die Unternehmen in Deutschland blicken deutlich pessimistischer auf die kommenden Monate und haben auch ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage verschlechtert.
Besonders die anhaltende Irankrise, die globalwirtschaftliche Unsicherheiten verschärft, wirkt sich negativ auf die deutsche Wirtschaft aus. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Index gesunken, wobei vor allem die Erwartungen in der chemischen Industrie stark pessimistischer ausfielen. Zwar wurde die aktuelle Lage etwas besser bewertet, doch berichteten viele Unternehmen von zunehmenden Lieferengpässen bei Vorprodukten, die ihre Produktion belasten.
Im Dienstleistungssektor hat der Index einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Insbesondere die Logistikbranche sieht düstere Perspektiven. Auch die Erwartungen sind weiterhin stark negativ, während die Einschätzungen zur aktuellen Lage ebenfalls weniger optimistisch ausfallen.
Im Handel hat sich das Geschäftsklima ebenfalls stark verschlechtert. Die Unternehmen korrigierten ihre Urteile sowohl zur gegenwärtigen Lage als auch zu den Erwartungen nach unten. Besonders die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler äußern Bedenken, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund der inflationären Entwicklung ihre Ausgaben weiter zurückhalten könnten.
Auch im Bauhauptgewerbe fiel der Index deutlich. Die Erwartungen gingen um fast 10 Punkte zurück, und die Unternehmen äußerten sich deutlich weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung sind derzeit gedämpft.