Ein Verband ab 2027: ZIV und Zukunft Fahrrad starten Merger-Prozess

Foto: Aleks Slota | Zukunft Fahrrad

ZIV – Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad wollen 2027 zu einem Verband verschmelzen. Die Mitgliederversammlungen beider Organisationen haben dem Vorhaben einstimmig zugestimmt. Der Zusammenschluss soll Interessenvertretung und Service bündeln.

Die beiden Fahrradwirtschaftsverbände ZIV – Die Fahrradindustrie und Zukunft Fahrrad haben den Auftrag für einen Zusammenschluss erteilt. Nach Angaben der Organisationen stimmten die Mitgliederinnen und Mitglieder jeweils einstimmig zu: Der ZIV fasste den Beschluss am 14. April in Hamburg, Zukunft Fahrrad am 23. April in Berlin. Damit können die Verbände die formalen und organisatorischen Schritte einleiten, um im April 2027 als gemeinsamer Verband zu starten.

Mit der Zustimmung aus beiden Mitgliedschaften ist die Grundlage gelegt, um Strukturen, Gremien und Aufgaben zusammenzuführen. Ziel ist ein gemeinsamer Auftritt gegenüber Politik, Verwaltung, Medien und Partnern – national, auf europäischer Ebene und international. Details zu künftiger Governance, Sitz oder Personalfragen nannten die Verbände in der Mitteilung nicht.

Fokus auf Interessenvertretung und Mitglieder-Services

Als erwarteten Nutzen nennen die Verbände eine gebündelte Interessenvertretung der Fahrradwirtschaft sowie eine stärkere inhaltliche Arbeit an Standards, Regulierungsthemen und der Koordination von Branchenpositionen.

Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV – Die Fahrradindustrie, erklärt: „Mit dem gemeinsamen Verband bündeln wir unsere Kräfte und sprechen mit einer Stimme – das stärkt die Position der ganzen Branche. Gleichzeitig können wir fokussierter in wichtige Themen einsteigen und vertiefen strategische Allianzen in Wirtschaft und Politik.“

Burkhard Stork Geschäftsführer ZIV - Die Fahrradindustrie
Foto: Dirk Michael Deckbar

Politischer Rahmen als Treiber

In der Begründung verweisen die Verbände auf herausfordernde politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Der Zusammenschluss wird dabei als Voraussetzung gesehen, um branchenspezifische Anliegen, wie Innovationsförderung oder Infrastruktur, wirksamer in politische Prozesse einzubringen.

„In der anhaltend so schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage ist es entscheidend, dass wir uns als Fahrradwirtschaft zusammenschließen und mit einer starken Stimme auftreten. Nur so können wir die notwendigen Weichenstellungen für unsere Branche erreichen und Deutschlands Position als Innovationsstandort sichern und ausbauen“, sagt Wasilis von Rauch, Geschäftsführer von Zukunft Fahrrad.

Inhaltlich verbinden die Organisationen den Merger mit dem Anspruch, Radfahren in Alltag, Wirtschaftsverkehr, Freizeit und Tourismus zu stärken. Der neue Verband soll dazu beitragen, dass die Branche gemeinsame Positionen schneller abstimmt und in relevanten Entscheidungsprozessen geschlossen vertreten kann.

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