Studie: Dienstrad entlastet den Berufsverkehr

Foto: Linexo

Eine Studie des T3 Transportation Think Tanks zeigt: Beschäftigte mit Dienstrad pendeln häufiger mit dem Fahrrad zur Arbeit. Der Effekt ist vor allem bei gelegentlichem bis häufigem Radpendeln messbar.

Diensträder können den Berufsverkehr spürbar entlasten - zumindest dort, wo Beschäftigte bislang selten oder nur gelegentlich mit dem Rad zur Arbeit fahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des T3 Transportation Think Tanks, die in der Fachzeitschrift Active Travel Studies veröffentlicht wurde.

Grundlage ist eine Online-Befragung der erwerbstätigen Bevölkerung in Deutschland aus dem Herbst 2023. Nach Bereinigung und Gewichtung umfasst die Stichprobe 3.685 Personen.

Dienstradfahrer radeln mehr

Im Zentrum der Analyse steht die Frage, ob ein Dienstrad mit einer häufigeren Fahrradnutzung zusammenhängt - sowohl auf dem Weg zur Arbeit als auch im Alltag. Für das Pendeln identifizieren die Autoren und Autorinnen einen deutlichen Zusammenhang: Wer ein Dienstrad nutzt, hat im Vergleich zu Personen ohne Arbeitgeberangebot eine höhere Wahrscheinlichkeit, "gelegentlich oder meistens" mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

Eine wichtige Rolle spielen E-Bikes: Die Studie verweist auf den hohen Anteil elektrisch unterstützter Räder im Dienstradbestand. Zudem ist der Besitz eines E-Bikes im Haushalt in beiden Modellen - Pendeln und Alltagsmobilität - positiv mit häufigerem Radfahren assoziiert.

Für die Fahrradnutzung jenseits des Arbeitswegs fällt das Ergebnis nüchterner aus. Unter Kontrolle weiterer Einflussfaktoren fand das Team keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Dienstradnutzung und häufigerem Radfahren im Alltag insgesamt.

"Das Dienstrad ist ein Gamechanger"

Wasilis von Rauch, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Zukunft Fahrrad, leitet daraus politischen Handlungsbedarf ab: "Sehr viel mehr Menschen könnten aufs Dienstrad umsteigen, wenn der Gesetzgeber den Unternehmen einen sicheren Rechtsrahmen schafft und den Nutzenden eine bessere Infrastruktur."

Und weiter: "Das Dienstrad ist ein Gamechanger für den täglichen Arbeitsweg. Der Stau zur Rush Hour kann damit verringert werden auch für die, die kein Fahrrad nutzen können oder möchten."

Leitautorin Janina Welsch betont, dass der Effekt vor allem beim Pendeln greift: "Unsere Analyse verdeutlicht, dass Diensträder vor allem beim Pendeln einen Unterschied machen."

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