SAZbike 5/2026: Vorsichtig nach oben - was Taipei über die Branche verrät

Foto: SAZbike

Taipei war 2026 leiser - aber nicht weniger aufschlussreich. Die neue SAZbike-Ausgabe bündelt Daten, Gespräche und Einordnungen von der Cycle Show und ergänzt den Stimmungscheck um Themen, die direkt in den Handel wirken.

Wie belastbar ist der Stimmungsumschwung in der Fahrradbranche und wo liegen die Sollbruchstellen? Die fünfte Ausgabe der SAZbike nimmt die Taipei Cycle Show 2026 als Bestandsaufnahme. Das Ergebnis: weniger Messeglanz, mehr Arbeitsmodus.

Im Titelthema verdichtet die Redaktion Eindrücke aus Gesprächen mit Entscheiderinnen und Entscheidern, Panel-Diskussionen und Marktdaten und zeigt, warum die Lage differenzierter ist als eine einfache Richtungsänderung. Eine Studie von Shift Active Media liefert zudem weitere Zahlen und Daten für die Einstufung der Erkenntnisse.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Stimmungs- und Datencheck aus Taiwan. Die Ausgabe ordnet ein, welche Faktoren die Planungen der internationalen Anbieter prägen - von Handelsbedingungen über Preisdruck bis zu Rohstoff- und Logistikrisiken. Welche Rollen dabei Automatisierung, KI und neue Geschäftsfelder in der taiwanesischen Zulieferindustrie spielen, wird anhand konkreter Einblicke aus der Produktion beleuchtet.

Das "Watt-Wettrüsten"

Ein weiteres brisantes Thema der Ausgabe ist die Diskussion um die EPAC-Regulierung. Neue Motoren mit Spitzenleistungen von bis zu 1.500 Watt befeuern die Debatte darüber, wo die Grenze zwischen Fahrrad und Kraftfahrzeug verläuft. Während Verbände wie der ZIV - Die Fahrradindustrie auf klare Obergrenzen pochen, schlagen Sachverständige wie Ernst Brust technologisch neutrale Ansätze vor, die sich an der tatsächlichen Beschleunigung statt an der reinen Motornennleistung orientieren.

Cargobikes und Sicherheit

Die neue Ausgabe thematisiert ebenfalls die modularen Möglichkeiten moderner Cargobikes. Konzepte, bei denen ein Basismodell durch verschiedenste Aufbauten für Kinder, Tiere oder gewerbliche Lasten angepasst werden kann, verändern die Rolle des Fachhandels. Was das konkret bedeutet und was der Plattformgedanke, ein Konzept, das in der Automobilindustrie seit Jahrzehnten erprobt ist, damit zu tun hat, wird in der fünften Ausgabe der SAZbike aufgezeigt.

Zusätzlich bietet die Ausgabe tiefe Einblicke in zwei wachsende Zubehörkategorien: Fahrradhelme und Sportbrillen. Neue Studien des TUM Klinikums in München untermauern die Dringlichkeit von Kopfschutz, insbesondere im E-Bike-Segment. Moderne Helme entwickeln sich dabei von passiven Schalen zu aktiven Sicherheitssystemen mit integrierter Beleuchtung und Sturzerkennung. Zudem kann der Handel das Wachsen der Zielgruppen wahrnehmen. Nun gilt es, diese Möglichkeit zu nutzen.

Sportbrillen hingegen werden oft als Nebensache abgetan. Dennoch wächst dieser Markt durch innovative Kontrast- und photochromatische Technologien, die weit über reinen UV-Schutz hinausgehen. Das erhöhte Interesse kann im Verkauf den Unterschied machen.

Abgerundet wird das Heft durch ein Interview mit Matthias Götz, dem neuen Commercial Director bei Kalkhoff. In dem Gespräch mit SAZbike erklärt er, wie Service und Vertrieb gestärkt werden sollen und welche Schlüsse Kalkhoff aus dem aktuellen SAZbike-Ranking zieht.

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