
Linexo-Studie: Viele Schäden, wenig Schutz

Eine Linexo-Studie unter 6.000 Fahrrad- sowie E-Bike-Besitzerinnen und -Besitzern zeigt: Verschleiß ist die häufigste Schadenursache, wird aber selten versichert. Gleichzeitig fährt fast jedes zweite Fahrrad ohne Police. Bei gemeldeten Fällen zahlen die Versicherten meist ganz oder teilweise.
Die Ergebnisse findet ihr in der heutigen SAZbike Top-News!

Die Fahrrad Akademie: VSF und Bico starten modulares Qualifizierungsprogramm

Der Fachkräftemangel in Fahrradwerkstätten bremst die Branche zunehmend aus. Mit einem modularen Qualifizierungsprogramm will die Fahrrad Akademie, verantwortet durch VSF und Bico, gezielt gegensteuern und zusätzliche Kapazitäten schaffen.
Europaweit verzichten laut Shimano Report 2026 rund 121 Millionen Menschen aufs Radfahren, weil der Zugang zu Werkstattleistungen fehlt. In Deutschland nennt jede dritte befragte Person lange Wartezeiten als Hauptgrund - der höchste Wert im europäischen Vergleich. Eine zentrale Ursache liegt im Mangel an qualifiziertem Personal.
Nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) traten 2024 lediglich 711 neu ausgebildete Mechatronikerinnen und Mechatroniker sowie Monteurinnen und Monteure in die Branche ein. Dem stehen rund 5.200 Fachhändler im stationären Handel gegenüber. Branchenverbände wie VSF und Bico beziffern die Zahl unbesetzter Werkstattstellen auf etwa 7.500.
Das neue Angebot richtet sich an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger und soll sie zügig für grundlegende Werkstatttätigkeiten qualifizieren. Dazu zählen Arbeitsvorbereitung, Service sowie einfache Reparatur- und Montagearbeiten. Fachkräfte sollen dadurch entlastet und stärker für komplexe Aufgaben eingesetzt werden.
Das Programm umfasst drei aufeinander aufbauende Module - von Grundlagen über technische Vertiefung bis hin zu weiterführender Fachpraxis. Online-Lernphasen werden mit Präsenztagen in der VSF-Musterwerkstatt in Marburg sowie betrieblicher Praxis kombiniert. Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab.
Die nach AZAV zertifizierten Module sind förderfähig: Für Einzelpersonen ist eine vollständige Kostenübernahme über Bildungsgutscheine möglich. Unternehmen können ebenfalls Zuschüsse zu Kurskosten und Arbeitsentgelt erhalten. Zugleich soll das Angebot die duale Ausbildung ergänzen, nicht ersetzen.
In der neuen Ausgabe der SAZbike findet ihr einen Gastbeitrag, in dem weitere Informationen rund um die Fahrrad Akademie zu finden sind.

Taipei Cycle 2026 bringt Hersteller und Märkte zusammen

Die Fahrradmesse Taipei Cycle 2026 ist mit Fokus auf Technologie, Nachhaltigkeit und neue Mobilitätskonzepte zu Ende gegangen. Die Veranstaltung in Taipeh fand vor dem Hintergrund einer Phase der Marktstabilisierung statt und sollte Taiwans Bedeutung als Entwicklungs- und Produktionsstandort unterstreichen.
Vom 25. bis 28. März präsentierten mehr als 900 Aussteller auf 3.450 Ständen ihre Neuheiten. Über 200 internationale Unternehmen nahmen teil, tausende Fachbesucherinnen und Fachbesucher reisten an. Veranstalter war der Taiwan External Trade Development Council (TAITRA). Das Leitthema "Cycling to Wellness" sollte den Trend zu gesundheitsorientierten Lebensstilen sowie zu KI-gestützter Sporttechnologie und ESG-orientierter Produktion aufgreifen.
Branchenvertreterinnen und -vertreter nutzten die Messe zur Standortbestimmung in einem sich wandelnden Marktumfeld. Im Mittelpunkt standen neben Produktneuheiten auch strategische Fragen, etwa zur Positionierung von Marken und zur steigenden Bedeutung konzeptgetriebener Kommunikation.
Technologisch zeigte die Messe eine stärkere Verzahnung verschiedener Bereiche. Fortschritte bei KI-Anwendungen, E-Mobilität und Materialentwicklung wurden ebenso präsentiert wie Trends im Gravel-Segment und neue Laufradformate. Die Bandbreite reichte von Komplettfahrrädern über vernetzte Komponenten bis hin zu innovativen Werkstoffen.
Auch die SAZbike war vor Ort und berichtet in Ausgabe 5/2026 (Erscheinungstermin: 13. April) detailliert von der Messe sowie der Stimmung in der internationalen Fahrradbranche.

Jobrad Loop startet Online-Shops in Österreich und den Niederlanden

Jobrad Loop treibt seine Internationalisierung voran und bietet refurbished Fahrräder ab sofort auch in Österreich und den Niederlanden über eigene Online-Shops an. Nach dem Start in Deutschland reagiert das Unternehmen damit auf eine wachsende Nachfrage nach preisgünstigen und nachhaltigen Mobilitätslösungen in Europa.
Über die neuen, länderspezifischen Plattformen erhalten Kundinnen und Kunden direkten Zugang zu einem Sortiment professionell aufbereiteter Fahrräder. Diese werden geprüft, instandgesetzt und zu einem Preis angeboten, der laut Unternehmen bis zu 60 Prozent unter dem eines Neukaufs liegen kann. Ziel ist es, hochwertige Fahrräder länger im Nutzungskreislauf zu halten und so Ressourcen zu schonen.
Refurbished Bikes gewinnen im Zuge der Diskussion um Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Mobilität an Bedeutung. Jobrad Loop möchte sich in diesem Segment mit einem breiten Angebot unterschiedlicher Fahrradtypen, darunter E-Bikes, Mountainbikes sowie Renn- und Gravelräder, positionieren. Der Kaufprozess ist nach Unternehmensangaben transparent gestaltet und enthält detaillierte Informationen zum Zustand der jeweiligen Modelle.
"Wir sehen eine stetig wachsende Nachfrage nach hochwertiger und gleichzeitig preiswerter Fahrradmobilität. Mit unserer großen Auswahl an refurbished Bio- und Elektrofahrrädern können wir unterschiedlichste Kundenbedürfnisse gezielt bedienen und vielen Menschen ein passendes Angebot machen. Das bildet die Grundlage für unsere nachhaltige, internationale Wachstumsstrategie", sagt Marc Mielau, CCO von Jobrad Loop.

Unternehmen planen mit höheren Preisen

Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder zu: Immer mehr Unternehmen planen, ihre Preise anzuheben. Das zeigt der jüngste Anstieg der Ifo Preiserwartungen im März. Der entsprechende Indikator stieg auf 25,3 Punkte, nach 20,3 Punkten im Februar. Damit erreicht er den höchsten Stand seit März 2023.
"Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu", sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo Umfragen. Als wesentlichen Treiber nennt er gestiegene Energiepreise, die die Inflation in den kommenden Monaten erhöhen dürften.
Laut Wohlrabe hängt der Anstieg der Preiserwartungen eng mit höheren Kosten für Rohöl, Gas und Strom zusammen. Hintergrund sind die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten. Nachdem Energiepreise die Inflation zuletzt gebremst hatten, zeichnet sich nun eine Gegenbewegung ab. "Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter", so Wohlrabe. Höhere Produktions- und Transportkosten dürften sich damit breiter auf Waren und Dienstleistungen auswirken.
Besonders deutlich fiel der Anstieg in der Industrie aus, wo der Indikator von 13 auf 20 Punkte zulegte. Im Baugewerbe stiegen die Preiserwartungen von 10 auf 20,2 Punkte. Auch konsumnahe Dienstleister erhöhten ihre Erwartungen spürbar von 25,1 auf 31,6 Punkte. Bei unternehmensnahen Dienstleistern inklusive Großhandel kletterte der Wert von 24,7 auf 27 Punkte. Die Entwicklung zeigt einen branchenübergreifenden Anstieg des Preisdrucks.