ZIV-Marktdaten: Fahrradwirtschaft bleibt 2025 stabil

Der ZIV bewertet das Geschäftsjahr 2025 als Stabilisierung auf gutem Niveau. Produktion und Exporte blieben robust, Absatz und Umsatz gingen moderat zurück. Für 2026 sei man vorsichtig optimistisch.
Der ZIV - Die Fahrradindustrie hat am 11.03.2026 seine Marktdaten für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und spricht von einer Stabilisierung der Branche trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen. Zwar blieb der Preisdruck im Handel spürbar und die Bestände sind teils noch erhöht, insgesamt habe sich der Markt jedoch auf einem stabilen Niveau eingependelt.
Produktion stabil, E-Bikes weiterhin dominant
Beim Fahrzeugbestand setzt sich der langfristige Trend fort: In Deutschland waren 2025 insgesamt 90,6 Millionen Fahrräder und E-Bikes im Umlauf. Dies markiert einen Zuwachs von über 25 Prozent innerhalb von zehn Jahren.
In der Produktion zeigte sich ein differenziertes Bild. Die Fertigung klassischer Fahrräder stieg um drei Prozent auf 658.000 Stück, die E-Bike-Produktion ging um drei Prozent auf 1.285.000 zurück. Unter dem Strich blieb das Produktionsniveau damit weitgehend stabil. Der Umsatz aus dem Verkauf von Rädern und E-Bikes sank um 7,7 Prozent auf 5,85 Milliarden Euro, ein deutlich geringerer Rückgang als im Vorjahr.
2025 wurden rund 3,8 Millionen Räder verkauft, was ein Minus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt. Der Rückgang fiel bei E-Bikes stärker aus als bei klassischen Fahrrädern. Der Marktanteil lag bei 52,7 Prozent für E-Bikes und 47,3 Prozent für Fahrräder.
Mit rund zwei Millionen verkauften E-Bikes bleibt der Absatz dennoch hoch. Insgesamt sind inzwischen über 17 Millionen E-Bikes in Deutschland unterwegs. Die Anzahl der E-Autos, fällt mit rund zwei Millionen, deutlich geringer aus.

Exporte legen zu, Lager bauen sich ab
Die durchschnittlichen Verkaufspreise für E-Bikes gaben leicht nach, klassische Fahrräder blieben im Schnitt stabil. Rabattaktionen setzten die Preise zwar unter Druck; zugleich sorgte die Nachfrage nach Renn- und Gravelrädern für Stabilität in Teilsegmenten.
Positiv entwickelte sich der Außenhandel: Die Exporte stiegen bei Fahrrädern um zehn Prozent, bei E-Bikes um zwölf Prozent. Insgesamt wurden 1,39 Millionen Fahrräder exportiert, was wieder an das Niveau von 2023 anknüpft. Parallel normalisieren sich die Lagerbestände weiter. Handel und Industrie bauen Bestände ab, sodass ein normales Niveau bis Ende des Jahres wieder erreicht werden könnte.
Abschließend erklärt Burkhard Stork, Geschäftsführer des ZIV - Die Fahrradindustrie: "Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich die Fahrradbranche auf einem stabilen Niveau einpendelt. Natürlich gibt es Schwankungen, doch beweist die Branche auch 2025 ihre Robustheit. Besonders bemerkenswert: Die Nachfrage nach Fahrrädern ist weniger konjunkturabhängig als oft angenommen. Der Mix verschiebt sich etwas - aktuell steigt der Anteil klassischer Räder, während der E-Bike-Markt sich auf hohem Niveau leicht korrigiert. Insgesamt bleibt die Fahrradwirtschaft ein verlässlicher Garant für langfristige Wertschöpfung."
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