
SAZbike 3/2026: Ein gelungener Saisonstart mit Blick auf Veränderungen

"Würden wir mehr miteinander sprechen, wären die Zeiten vielleicht einfacher." Diese Aussage fiel am Rande des SAZbike Prologs 2026 und beschreibt vieles aus der Situation des Fahrradmarkts auf einmal. Die neue SAZbike-Ausgabe blickt noch einmal auf die entschiedensten Erkenntnisse des Prologs zurück und gibt zusätzlich Impulse, was sich im Handel und Service verändern kann und sollte.
Mehr dazu findet ihr in der heutigen SAZbike Top-News!

Lucky Bike eröffnet und modernisiert mehrere Standorte

Der Fahrradhändler Lucky Bike nutzt den Saisonstart für mehrere Standortentwicklungen: In Chemnitz und Günzburg eröffnen neue Cube Stores, während in Freiburg eine übernommene Filiale nach Umbau erstmals unter dem Namen Lucky Bike auftritt. Mit den Maßnahmen möchte das Unternehmen sein Filialnetz weiter ausbauen sowie bestehende Standorte modernisieren.
Im sächsischen Chemnitz feierte der neue Cube Store am 7. März seine offizielle Eröffnung. Nach einem Umbau hatte der Standort im ehemaligen Diamantwerk bereits im Dezember den Betrieb wieder aufgenommen. Auf mehr als 1.500 Quadratmetern präsentiert der nach Unternehmensangaben größte Cube Store in Sachsen Fahrräder und E-Bikes der Marke. Ein angrenzendes Lager soll eine hohe Warenverfügbarkeit sichern.
Ebenfalls am 7. März wurde ein neuer Cube Store im bayerischen Günzburg offiziell eröffnet. Die Filiale im Steppachweg verfügt über eine Verkaufsfläche von über 1.000 Quadratmetern und bietet ein vergleichbares Sortiment aus Fahrrädern, E-Bikes sowie Zubehör.
Auch in Freiburg meldet das Unternehmen Veränderungen: Die frühere Hild Radwelt gehört seit April 2025 zur Lucky-Bike-Gruppe und wurde inzwischen umgebaut. Die Filiale bietet nun ein erweitertes Sortiment an Fahrrädern, E-Bikes, Bekleidung und Zubehör sowie Modelle der Marken Cube und Riese & Müller. Die Wiedereröffnung wurde Ende Februar mit einem zweitägigen Event begleitet.
"Wir freuen uns schon sehr auf unsere Kundinnen und Kunden. Wir haben viele Räder auf Lager und beraten mit viel Herzblut und Fachwissen", sagt Thomas Böttner, Geschäftsführer von Lucky Bike.

Unternehmensbefragung: Vier von fünf Betrieben berichten von mehr Bürokratie

Der bürokratische Aufwand für Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren aus Sicht vieler Betriebe weiter gestiegen. Das geht aus einer repräsentativen Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Als mögliche Gegenmaßnahmen nennen die Unternehmen unter anderem weniger EU-Vorgaben, eine stärker digitalisierte Verwaltung und mehr Entscheidungsspielräume in Behörden.
Rund 80 Prozent der Unternehmen berichten laut der im Herbst 2025 durchgeführten IW-Umfrage von einem gestiegenen Aufwand bei gesetzlichen Berichts- und Dokumentationspflichten in den vergangenen drei Jahren. Mehr als die Hälfte spricht sogar von einem deutlichen Anstieg. An der Befragung nahmen mehr als 1.000 Unternehmen teil. Lediglich 1,5 Prozent geben an, dass ihre bürokratische Belastung gesunken sei. Knapp jedes fünfte Unternehmen sieht keine Veränderung.
Neben den gesetzlichen Anforderungen sehen viele Betriebe auch strukturelle Probleme in der öffentlichen Verwaltung. Etwa 70 Prozent der Unternehmen halten Verwaltungsverfahren für zu langsam. Mehr als 60 Prozent sagen, vorhandene Ermessensspielräume würden von Behörden nicht ausreichend genutzt. Rund die Hälfte der Befragten verweist zudem auf fehlende Kapazitäten bei der Antragsbearbeitung oder zweifelt an der fachlichen Expertise in den Verwaltungen.
Als wichtigste Maßnahme zum Bürokratieabbau nennen mehr als 90 Prozent der Unternehmen weniger umfangreiche Vorgaben aus der Europäischen Union. Rund drei Viertel sehen Entlastungspotenzial in einer zentral organisierten, digitalen Verwaltung. Zudem sprechen sich über 60 Prozent für geringere Haftungsrisiken von Verwaltungsmitarbeitern bei Fehlentscheidungen aus, um Verfahren zu beschleunigen.

Radwissen-Podcast thematisiert Lastenräder im Gewerbe und in Kommunen

Die 30. Folge des Radwissen-Podcasts widmet sich dem Einsatz von Lastenfahrrädern in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus Forschungsprojekten zur Radlogistik in ländlichen Räumen sowie Erkenntnisse aus der Begleitung von Unternehmen bei der Umstellung ihrer Fahrzeugflotten.
Dr. Johannes Gruber vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) und Isabel Bruns vom Research Lab for Urban Transport (ReLUT) der Frankfurt University of Applied Sciences berichten über ihre Forschungen zur Einbindung von Lastenfahrrädern in unterschiedlichen Branchen in ländlichen Räumen.
Die Podcast-Folge soll die gewonnenen Erkenntnisse einordnen und diskutiert, welche Schlussfolgerungen sich daraus für Politik, Kommunen und Unternehmen ableiten lassen. Dabei stehen sowohl praktische Anwendungsbeispiele als auch mögliche Rahmenbedingungen für einen breiteren Einsatz von Lastenrädern im Fokus.