
"Standort bleibt" reicht nicht: Was Nachfolge im Fachhandel wirklich entscheidet

Die Nachfolgefrage trifft den Fachhandel ins Mark: Immer mehr Inhaberinnen und Inhaber stehen vor der Entscheidung, wie es mit Betrieb, Team und Lebenswerk weitergeht. Zahlen, Verträge und Bewertungen sind wichtig - doch sie entscheiden selten allein. Oft scheitert die Übergabe nicht an Excel-Tabellen, sondern an fehlenden Gesprächen, ungeklärten Rollen und aufgeschobenen Entscheidungen.
Zwischen Familie und Firma wirken unterschiedliche Logiken. Wer sie nicht trennt, riskiert Konflikte im entscheidenden Moment. Gleichzeitig wird Nachfolge zunehmend zum Finanzierungsfaktor: Banken prüfen, ob ein Betrieb auch ohne Gründerperson tragfähig ist. Übergabefähigkeit bedeutet daher vor allem: Prozesse klären, Verantwortung verteilen, frühzeitig Kandidaten einbinden.
Nachfolge ist kein Datum, sondern ein Prozess. Wer rechtzeitig startet, gestaltet - statt unter Zeitdruck reagieren zu müssen.
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IMBA Europe erhebt Daten zur MTB-Entwicklung

Der europäische Mountainbike-Verband IMBA Europe hat eine europaweite Mountainbike-Umfrage gestartet. Vom 30. Januar bis 15. März sind Mountainbikerinnen und Mountainbiker ab 16 Jahren eingeladen, Angaben zu Fahrgewohnheiten, Motivation und Engagement zu machen. Die Teilnahme ist anonym und einmalig möglich, die Umfrage steht in neun Sprachen bereit.
Ziel ist es, Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre zu erfassen. Veränderungen bei Rädern, Trails und Communities sollen systematisch ausgewertet werden, um belastbare Daten für die weitere Arbeit zu gewinnen.
Die Ergebnisse fließen in die Advocacy-Strategie ein. Als europäischer Zweig der International Mountain Bicycling Association setzt sich IMBA Europe für zugängliche und nachhaltige Trail-Netzwerke ein. Die erhobenen Daten dienen ausschließlich Forschungs- und Interessenvertretungszwecken.

Aventon baut Werbepräsenz mit Brett Tippie aus

Freeride-Ikone Brett Tippie übernimmt die Rolle des Global Cargo Bike Ambassador bei Aventon. Der frühere Mountainbike-Profi wechselt damit zu einem Anbieter, der vor allem für E-Bikes im Pendler- und Urban-Segment bekannt ist.
Die Partnerschaft ist Teil der internationalen Expansion des Unternehmens. Im Frühjahr plant Aventon den Markteintritt in Deutschland. Tippie soll die Marke im Bereich Cargo E-Bikes international repräsentieren.
Beide Seiten betonen, dass sie neue Zielgruppen für E-Mobilität ansprechen wollen. Gleichzeitig gilt die Zusammenarbeit als Signal für die weitere Entwicklung des Produktangebots.

Herkelmann sucht Nachfolge für Marke und Produkte

Bernd Herkelmann zieht sich nach vier Jahrzehnten aus dem operativen Geschäft zurück. Seit 1985 steht die Marke Herkelmann für handgefertigte Rahmen und technische Eigenentwicklungen. In einer Studie der Fachzeitschrift bike zur Markenloyalität und Kundenzufriedenheit belegte Herkelmann zuletzt vordere Plätze unter mehr als 300 deutschen Fahrradmarken.
Zu den prägenden Entwicklungen zählt das 2007 vorgestellte "Wingee", ein Schutzblech mit integrierter Gepäckträgerfunktion, das unter anderem von Canyon eingesetzt wurde. Es folgten weitere Eigenentwicklungen wie ein Trekkingpedal und ein neuer Gepäckträger.
Mit 65 Jahren möchte sich Herkelmann künftig stärker dem eigenen Radfahren widmen. Für die Produkte Wingee, "Willi The Pedal" und die Marke wird eine Nachfolge gesucht. Bis dahin läuft der Geschäftsbetrieb weiter.