Women in Cycling Summit: Rekord-Beteiligung und neue Impulse

Mit 140 Teilnehmerinnen verzeichnete der Women in Cycling Germany Summit in Wiesbaden ein deutliches Wachstum. Im Fokus standen Vernetzung, politische Teilhabe und neue regionale Initiativen.
Der Women in Cycling Germany Summit setzte Anfang Februar 2026 in Wiesbaden ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit und Einfluss von Frauen in der Fahrradbranche. Mit 140 Teilnehmerinnen erreichte das Branchentreffen eine neue Bestmarke.
Bereits die ausgebuchte Vorabendveranstaltung mit Christina Puello (Gründerin Deutsche Dienstrad) und Isabell Eberlein (Geschäftsführerin Velokonzept) zeigte, wie groß der Bedarf an Austausch und gemeinsamer Positionierung ist. Das Programm umfasste drei Keynotes, zehn Masterclasses und 35 Speakerinnen.
Beirat und regionale Hubs gegründet
Organisiert wurde das Event vom Netzwerk Women in Cycling Germany, einer Initiative der Velo Stiftung unter Projektleitung von Amelie Suttner, gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Main, vertreten durch Prof. Dr.-Ing. Martina Lohmeier.
Ein zentrales Ergebnis: Das Netzwerk gründet einen Beirat, der die strategische Weiterentwicklung begleitet. Außerdem entstehen neue regionale Hubs, unter anderem in Sachsen und Frankfurt/Rhein-Main. Bereits aktiv sind Gruppen in Berlin, Hamburg, Köln/Rheinland, Stuttgart und München.
Christina Puello betonte in ihrem Vortrag die Bedeutung von Netzwerken:
"Einfluss entsteht durch Relevanz und nicht durch Lautstärke. Netzwerke sind kein Selbstzweck, sondern Infrastruktur."
"Plattform für gegenseitiges Empowerment"
Auch Isabell Eberlein unterstrich die Mehrdimensionalität des Engagements: "Women in Cycling Germany soll auf mehreren Ebenen wirken - als Plattform für gegenseitiges Empowerment und als Hebel, um strukturell mehr Einfluss in der Branche zu gewinnen."
Ein weiterer Impuls kam aus der Forschung: Das vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Projekt "Veloa - Frauen fürs Radfahren gewinnen" untersucht, warum Frauen im Radverkehr unterrepräsentiert sind und wie sich das ändern lässt.
Der Summit verdeutlichte, dass Netzwerke wie Women in Cycling Germany entscheidend sind, um die Branche diverser und zukunftsfähiger zu gestalten - durch Austausch, Wissenstransfer und neue Formate für Führung, Fachkräfte und Gründerinnen.