Campagnolo bestätigt Umstrukturierung, vermeidet Entlassungen

Beim Hartje Press Day Ende Januar 2026 äußerte sich Campagnolo zur wirtschaftlichen Lage des italienischen Traditionsunternehmens: Campagnolo restrukturiert sich, bleibt aber eigenständig. Entlassungen sollen durch einen Solidaritätsvertrag verhindert werden.
Campagnolo räumt schwierige Marktbedingungen ein, betont jedoch, dass die Umstrukturierung kontrolliert verläuft. "Wir können die Krise der Branche nicht leugnen - es sind schwierige Zeiten", hieß es aus Vicenza. Die Neuaufstellung zielt auf ein jüngeres Management und eine schlankere Organisation, um mit innovativen und wettbewerbsfähigeren Produkten einen Neuanfang zu schaffen, teilt Campgagnolo-Manager Fritz Baumgarten mit.
Der Geschäftsplan sei genehmigt und werde schrittweise umgesetzt. In Bezug auf die Beschäftigung konnte ein anderer Ansatz gefunden werden: Durch einen Solidaritätsvertrag wurden Entlassungen vermieden.
Bereits Ende 2025 hatte Campagnolo zudem öffentlich betont, an der Produktion in Vicenza festzuhalten und das Prinzip "Made in Italy" als Teil der Unternehmensidentität zu bewahren.
Auch strategisch bleibt der Komponentenhersteller eigenständig. Trotz nach Angaben aus Vicenza bestehender Kaufinteressen will die Eigentümerfamilie das Unternehmen nicht verkaufen.
Der Fokus liegt auf Stabilität, interner Erneuerung und langfristiger Wettbewerbsfähigkeit. Nach Auskunft von Campagnolo-Manager Fritz Baumgarten wurde dieser Kurs auch durch Unterstützung italienischer Behörden und staatlicher Stellen begleitet.
Parallel dazu arbeitet Campagnolo an neuen Produktplattformen, die den geplanten Neustart technisch und strategisch untermauern sollen.