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ZDF-Dokumentation zeigt Täternetzwerk vom Diebstahl bis Verkaufsplattform E-Bikes als Diebesgut

ZDF-Dokumentation zeigt Täternetzwerk vom Diebstahl bis Verkaufsplattform
Diebstahl-Prävention und -Aufklärung müssen Teil der Marken- und Servicearbeit sein.
Eine ZDF-Dokumentation begleitet gestohlene E‑Bikes per GPS-Tracker bis ins Ausland. Die Ermittler identifizieren Hehler und zeigen: Fahrraddiebstahl ist längst kein Einzelschicksal mehr, sondern Teil eines professionellen Geschäftsfeldes.
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In Deutschland wird alle zwei Minuten ein Fahrrad gestohlen. Besonders betroffen sind hochpreisige Markenräder und E-Bikes. Dass es sich dabei längst nicht mehr um Kleinkriminalität handelt, zeigt die aktuelle ZDF-Dokumentation „Die Spur: Fahrrad geklaut – Undercover auf Hehler-Jagd“. Die Reporter und Reporter verfolgen darin den Weg eines gestohlenen E-Bikes mithilfe eines GPS-Trackers bis ins Ausland – und decken dabei professionell organisierte Täterstrukturen auf.

Laut Bundeskriminalamt erfolgt derzeit keine zentrale Erfassung oder bundesweite Koordinierung bei Fahrraddiebstählen. Dabei ist der wirtschaftliche Schaden beträchtlich: In manchen Bundesländern übersteigt er bereits den bei gestohlenen Autos. Professor Christian Matzdorf von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin spricht in der ZDF-Doku von einem Massendelikt – mit Tätergruppen, die gezielt auf Bestellung stehlen und europaweit agieren.

Verfolgung per GPS-Wanze

Die Autorinnen und Autoren der Doku begleiten in Bonn eine Serie von Diebstählen während laufender Dreharbeiten. Mithilfe von GPS-Daten verfolgen sie eines der entwendeten E-Bikes über die Grenze. Sie nehmen Kontakt zu einem mutmaßlichen Hehler im Ausland auf – und identifizieren dort möglicherweise weitere gestohlene Räder. In Zusammenarbeit mit Ermittlern versuchen sie, die Fahrräder zurück nach Deutschland zu bringen.

Für die Fahrradbranche ergeben sich daraus klare Herausforderungen. Hersteller stehen in der Pflicht, bereits in der Produktentwicklung Diebstahlschutz zu integrieren – etwa durch fest verbaute GPS-Tracker, Codierungen oder digitale Rahmennummern. Auch Fahrradpässe und digitale Registrierungen gewinnen an Bedeutung. Händlerinnen und Händler wiederum sollten Kundinnen und Kunden beim Verkauf stärker über Diebstahlrisiken, Versicherungen und Sicherungsmaßnahmen informieren – und diese aktiv in den Verkaufsprozess einbinden.

Verfolgung bringt Polizei an die Grenze

Zudem rückt das Thema Rückverfolgbarkeit in den Fokus: Wer ein gestohlenes Rad identifizieren kann, hat größere Chancen auf Rückführung. Das setzt allerdings verlässliche, herstellerübergreifende Datenbanken und strukturierte Nachverfolgung voraus. Die Polizei kommt bei der Aufklärung oft an ihre Grenzen – die Quote lag laut polizeilicher Kriminalstatistik 2024 bei nur 9,7 Prozent.

Die Dokumentation macht deutlich: Fahrraddiebstahl ist kein lokales, sondern ein europäisches Problem – mit internationalen Handelswegen und professionellen Vertriebsstrukturen. Für Hersteller und Händler heißt das: Prävention und Aufklärung müssen Teil der Marken- und Servicearbeit sein. Denn wer hier investiert, schützt nicht nur Kundinnen und Kunden, sondern auch den eigenen Ruf.

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