Mifa will die Hälfte der Arbeitsplätze erhalten

14.02.2017 – Mifa will die Hälfte der Arbeitsplätze erhalten
14.02.2017 - 

Der vorläufige Insolvenzverwalter der Mifa-Bike GmbH, Prof. Dr. Lucas F. Flöther, bemüht sich zurzeit um eine Transfergesellschaft für einen Teil der Mifa-Mitarbeiter. Dies erklärte die Mifa in einer Pressemitteilung. Ende Februar läuft das Insolvenzgeld für die rund 520 Beschäftigten des insolventen Fahrradherstellers aus. Unterdessen ist laut Mifa der Umzug der Fertigung in die neuen Produktionshallen weitgehend abgeschlossen. Erste Aufträge sollen bereits in dieser Woche produziert werden.

 

Flöther informierte heute Morgen gemeinsam mit der Mifa-Geschäftsführung die Belegschaft über den Stand des Verfahrens: Nach derzeitigem Stand erlaubt die Auftragslage nur die Weiterbeschäftigung von rund der Hälfte der etwa 520 Arbeitnehmer. Die Gespräche mit dem Betriebsrat über Sozialplan und Sozialauswahl haben bereits begonnen. Nach Möglichkeit sollen die betroffenen Mitarbeiter jedoch das Angebot erhalten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Dort sollen sie mit gezielten Qualifikationsmaßnahmen bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützt werden.

 

„Unser Ziel ist weiterhin, das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten", unterstrich Flöther heute in Sangerhausen. „Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn wir nach Insolvenzeröffnung kostendeckend arbeiten können; sonst müsste die Mifa ihren Geschäftsbetrieb sofort einstellen. Wir hoffen jedoch, dass wir den betroffenen Mitarbeitern durch die Einrichtung einer Transfergesellschaft helfen können."

 

In den Wochen seit Insolvenzantrag Anfang Januar 2017 ist es der Mifa-Bike GmbH nach eigenen Angaben gelungen, eine Reihe von Kunden zur Fortsetzung der Zusammenarbeit zu bewegen. Die Bestellung der Teile, die für eine Wiederaufnahme der Produktion erforderlich sind, konnte allerdings nur mit Verzögerung erfolgen. Deshalb werden, so die Mifa, noch einige Wochen vergehen, bis die Fertigung in größerem Umfang wieder anlaufen kann. Dennoch soll bereits in dieser Woche die Produktion von kleineren Stückzahlen wieder anlaufen. Der Umzug der Fertigung in die neuen Werkshallen konnte laut Pressemitteilung inzwischen weitestgehend abgeschlossen werden.

 

Parallel läuft der Investorenprozess für den Mifa-Geschäftsprozess bereits auf Hochtouren. Flöther führt Verhandlungen mit einer Reihe von Interessenten. Flöther hofft, die Gespräche noch im Laufe des Frühjahrs zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, um den Mifa-Geschäftsbetrieb und die verbliebenen Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

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